Hundeleben, 2007, Mischtechnik auf Leinwand, 40x60cm

(...) Für Ursula Bolck-Jopp ist das Motiv immer ein Anlass dazu, in der zart-transparenten Verbindung von Malerei und Zeichnung, von minimalen grafischen Effekten und malerisch subtil durchgearbeiteten, meist pastelligen Farbflächen ein Bild zu schaffen, das visueller Reiz ist und der Phantasie großen Spielraum gibt. Durch seine Reduzierung erfährt das Motiv eine Intensivierung des Ausdrucks, gibt mehr von sich preis, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Gleich worum es sich handelt, ob um Schiffe (...), Blumen, Insekten, Hunde oder „Cocos“ Utensilien – mit ihrer Darstellung legt Ursula Bolck-Jopp die innere Struktur der Dinge offen, präzisiert Stimmungen, rückt die Verhältnisse zurecht.(...)

Ihre Malerei ist von einer Bildauffassung gekennzeichnet, die mit dem Weniger ein Mehr an Ausdruck erreichen will. (...) Ursula Bolck-Jopp macht in ihrer Kunst, die sich zwischen Gegenstand und Abstraktion bewegt, in der Tiefe Liegendes auf eine sehr poetische, leichthändige Weise sichtbar. Vor allem mit dem Mittel der Linie, die zum primären Ausdrucksträger des Dargestellten wird, nähert sie sich den Dingen mit großer Empfindsamkeit an.

Ines Kohl, Kunsthistorikerin

(aus der Eröffnungsrede zur Ausstellung „Hundstage“ von Ursula Bolck-Jopp in Regensburg, KuK, Caritaskrankenhaus St. Josef, 8.2.07)